Der inhaftierte Polizist kam, um sich von seinem Partner zu verabschieden, der wegen ihm gestorben war … Doch was die Mutter des Verstorbenen tat, schockierte alle
Der Polizist war nach einer tragischen Operation verhaftet worden. Man machte ihn für den Tod seines Partners verantwortlich – obwohl alles ein Unfall gewesen war. Der Prozess dauerte wochenlang: Zeugenaussagen, Beweise, hitzige Diskussionen … Schließlich fiel das Urteil – sieben Jahre Haft.

Als der Richter ihm das letzte Wort erteilte, sagte der Mann mit zitternder Stimme:
— Ich suche keine Entschuldigung. Ich wollte das nicht, es war ein Unfall. Ich bitte nur um eines – lasst mich mich von ihm verabschieden. Ich möchte ihn um Vergebung bitten … und auch seine Familie.
Im Gerichtssaal herrschte Stille. Der Richter senkte den Blick und nickte schließlich.
— In Ordnung. Aber du wirst unter Bewachung gehen.
Am Tag der Beerdigung schien selbst der Himmel zu trauern. Kalter Regen fiel unaufhörlich, und der Wind trieb dunkle Wolken über den Friedhof.
Verwandte, Freunde, Kollegen waren gekommen. Die Mutter des Verstorbenen stand etwas abseits, in ein schwarzes Tuch gehüllt. Ihre Schultern zitterten, ihre Lippen flüsterten den Namen ihres Sohnes.
Alle weinten. Niemand sprach – nur das Prasseln der Regentropfen auf dem Sargdeckel und leises Schluchzen war zu hören.
Plötzlich tauchten in der Ferne Polizeiwagen auf. Die Menschen drehten sich um. Aus einem stieg ein Mann in orangefarbener Gefängniskleidung, in Handschellen, mit gesenktem Kopf. Vier Beamte begleiteten ihn.
Ein Flüstern ging durch die Menge:
— Das ist er …
— Wegen ihm ist das alles passiert …

Als der Gefangene näher kam, traten die Leute zur Seite, um ihn durchzulassen. Er blieb vor dem Sarg stehen, auf dem das Abzeichen und die Mütze des Verstorbenen lagen.
Langsam kniete er sich hin und flüsterte durch Tränen:
— Vergib mir, Bruder. Vergib mir … Ich wollte das nicht. Ich denke jeden Tag an dich. Könnte ich die Zeit zurückdrehen … ich hätte an deiner Stelle dort gelegen.
Er senkte den Kopf und weinte. Der Regen mischte sich mit seinen Tränen. Die Angehörigen sahen ihn mit Hass an, einige ballten die Fäuste, andere wandten sich ab. Niemand sagte ein Wort – die Polizisten standen in der Nähe, und niemand wollte, dass die Beerdigung in einen Streit ausartete.
Da trat plötzlich die Mutter des Verstorbenen nach vorn. Langsam ging sie auf den Mann zu und blieb neben ihm stehen. Alle hielten den Atem an. Niemand wusste, was sie tun würde. Und dann tat sie etwas, womit niemand gerechnet hatte
Sie sah lange auf den ehemaligen Partner ihres Sohnes, auf seinen gesenkten Kopf, auf die Hände in Handschellen … Dann kniete sie sich schweigend neben ihn, umarmte ihn und drückte ihn an sich.
Der Gefangene konnte kaum glauben, was geschah. Er hob den Kopf, sah sie an – und brach in Tränen aus.
— Ich vergebe dir, — flüsterte die Frau. — Und mein Sohn auch. Ich weiß, es war ein Unglück. Er liebte dich wie einen Bruder und hätte nicht gewollt, dass du dich dein Leben lang quälst.

Er nickte und lehnte die Stirn an ihre Schulter. Die Menschen um sie herum konnten ihre Tränen nicht zurückhalten. Selbst die Beamten wandten sich ab, um ihre Gefühle zu verbergen.
Als man sie schließlich trennte, blickte der Mann beim Weggehen noch einmal zurück. Die Mutter stand am Grab und sah ihm nach. Und zum ersten Mal seit vielen Monaten fühlte er, dass er wieder atmen konnte.
