Eine alte Frau verkaufte Eier auf dem Markt, als plötzlich ein örtlicher Raufbold auf sie zukam und ihre Ware zerstörte. Alle waren geschockt, als sich ein junger Mann im Anzug einmischte
Seit vielen Jahren bot die Großmutter auf dem Markt ihre frischen Eier an. Jeden Tag brachte sie sorgfältig gesammelte weiße und braune Eier, gelegt von ihren geliebten Hühnern. Mit fester Stimme rief sie:
— Frische Eier, direkt von meinen Hühnern! Kommen Sie näher, Sie werden es nicht bereuen!

Da trat eine junge Frau an den Stand, lächelte und kaufte ein Dutzend.
— Gott segne Sie, Großmutter, — sagte sie und ging davon, die Tüte fest an sich gedrückt.
Kaum hatte die Großmutter aufatmen können, tauchte der bekannte Tunichtgut des Viertels auf. Jeder kannte ihn: dreist, arbeitslos, ständig auf Krawall aus.
— Na, Alte, verkaufst du mir die Eier zu meinem Preis? — grinste er frech.
— Ich gebe sie doch schon fast umsonst her… — antwortete sie leise, bemüht, keinen Streit anzufangen.
— Zu meinem Preis! Oder ich nehme sie einfach so! — fuhr er sie laut an.
Die alte Frau rang die Hände, Tränen traten ihr in die Augen.
— Sohn, tu mir nichts. Mein Mann ist krank und wartet zu Hause. Nicht einmal Brot habe ich ihm mehr zu geben…
Doch der Raufbold hörte nicht zu. Wütend packte er einen Eimer mit Eiern und schleuderte ihn an die Wand. Eigelb und Eiweiß liefen über die Steine. Die Großmutter schrie auf:
— Herrgott, womit habe ich das verdient! Nimm sie doch, nimm alles, aber zerstöre nicht meine Arbeit. Ich habe stundenlang gesammelt…
Der Bursche grinste nur und griff nach dem zweiten Eimer.

In diesem Moment trat ein Mann im eleganten Anzug an den Stand. Er fiel sofort auf: sauber gekleidet, selbstsicher, eine teure Uhr am Handgelenk. Er blieb stehen und beobachtete die Szene. Was er dann tat, ließ alle erstarren
— Stell den Eimer zurück, — sagte er ruhig, aber bestimmt.
— Was geht dich das an? — fauchte der Raufbold zurück. Doch der Mann machte einen Schritt näher.
Er zog sein Portemonnaie hervor, zählte mehrere große Scheine ab und legte sie in die zitternde Hand der Großmutter.
— Ich kaufe alle Ihre Eier. Auch die, die zerbrochen sind. Betrachten Sie diesen Tag als Ihren besten Verkaufstag.
Die Leute ringsum staunten. Die alte Frau konnte ihren Augen kaum trauen und flüsterte nur:
— Der Herr hat Sie geschickt…
Der Raufbold wollte fliehen, doch der Mann hielt ihn auf.
— Halt. Gefällt es dir, anderen einfach etwas wegzunehmen? — fragte er streng.
Der Junge schwieg, senkte den Blick.
— Dann soll jeder erfahren, was für ein „Held“ du bist.

Er rief laut nach seinem Sicherheitsmann. Vor allen Anwesenden erzählte er, wie der Bursche die Eier zerstört und die alte Frau erniedrigt hatte. Der kräftige Bodyguard packte den Raufbold und führte ihn unter Pfiffen und verächtlichen Rufen der Käufer vom Markt.
Von diesem Tag an hatte der Störenfried dort keinen Platz mehr. Niemand wollte noch etwas mit ihm zu tun haben.
