Ein junges Paar stellte fest, dass ihre Gehälter stark voneinander abwichen, obwohl sie beim selben Unternehmen arbeiteten. Nach ihrer Verlobung wollte die Frau kündigen – in den sozialen Medien wurde sie daraufhin als Goldgräberin bezeichnet, doch ihr Verlobter widerspricht dem entschieden.

Ein 30-jähriger Mann wandte sich an das Subreddit „AITAH“, weil er unsicher war: Er ist Forscher bei einem großen Tech-Unternehmen und lernte seine heutige Verlobte vor zweieinhalb Jahren auf einer Firmenveranstaltung kennen. Sie arbeitet im Marketing, ist sehr organisiert und machte ihn stolz. Ihre Arbeit war jedoch stressiger und zeitlich unregelmäßiger als seine.
Als sie zusammenzogen, sprach das Paar erstmals über Finanzen. Sie war schockiert, als sie erfuhr, dass er das 15-Fache von ihr verdiente. Er bot an, alle gemeinsamen Kosten zu übernehmen, damit sie ihre Studienkredite abbezahlen konnte. Dennoch bestand sie darauf, anteilig zur Miete beizutragen – sie sei unabhängig.

Einen Monat vor seinem Reddit-Post verlobten sie sich. Obwohl sie nie teure Geschenke forderte, bat sie um einen Verlobungsring im Wert von fast 15.000 Dollar. Ihm war das unangenehm – besonders, weil sie den Preis oft erwähnte.
Kurz darauf kündigte sie an, ihren Job aufzugeben, um die Hochzeit zu planen. Er war schockiert – besonders, weil sie keinen konkreten Plan für die Zeit nach der Hochzeit hatte. Sie erklärte, sie sei ausgebrannt und wolle einfach mal durchatmen. Er schlug eine Pause vor, war aber besorgt, dass sie so früh ihre Karriere aufgeben wolle, obwohl sie keine Kinder planten. Eine heftige Diskussion folgte.

In den Kommentaren warfen viele Nutzer ihr vor, nur auf sein Geld aus zu sein. Einige rieten zu einem Ehevertrag, andere zweifelten daran, dass sie je wieder arbeiten wolle.
Ein paar Tage später postete er ein Update. Bei einem ruhigen Abendessen sprach er erneut mit ihr – diesmal mit mehr Verständnis. Sie sagte, sie fühle sich wertlos, weil sie kaum etwas zur Beziehung beitragen könne. Sie wolle nicht dauerhaft zu Hause bleiben, denke über einen neuen Job oder sogar ein Masterstudium nach – mit geregelteren Arbeitszeiten.

Er verstand sie besser, aber erklärte auch seine Ängste: fehlende Ersparnisse, mögliche Jobverluste – und dass er möchte, dass sie unabhängig bleibt. Letztlich einigten sie sich: Sie kündigt, aber will nach der Hochzeitsreise wieder arbeiten – unter anderen Bedingungen.
Trotzdem blieben viele skeptisch. „Wer kündigt seinen Job, um eine Hochzeit zu planen?“, fragte ein Nutzer. Andere rieten dringend zu einem Ehevertrag – für den Fall, dass sie nie wieder arbeiten sollte.
