Nach der Hochzeit führten mein Mann und ich ein ruhiges, gemütliches Leben in unserer Wohnung. Alles war perfekt… bis zu diesem seltsamen nächtlichen Anruf.
Um genau 2:00 Uhr klingelte das Telefon. Mein Mann wachte vor mir auf, nahm den Hörer ab – und wurde plötzlich blass

„Mama… ist alles in Ordnung?“, murmelte er.
Sie fragte nur:
„Schläfst du, mein Sohn? Ist alles gut bei dir?“
Es war merkwürdig, aber wir dachten, vielleicht ging es ihr schlecht oder sie konnte nicht schlafen. Ich empfand sogar ein wenig Mitleid mit ihr.
Doch in der nächsten Nacht klingelte das Telefon wieder. Wieder genau um 2:00 Uhr. Und wieder flüsterte sie mit derselben Frage:
„Schläfst du, mein Sohn? Ich wollte nur wissen, ob alles in Ordnung ist.“
Langsam wurden wir wütend. Wir waren erschöpft, bekamen kaum noch Schlaf, und mein Mann konnte sich kaum auf die Arbeit konzentrieren. Ich wurde zunehmend gereizter.

In der dritten Nacht schlug ich vor, die Telefone auszuschalten. Aber um 2:30 Uhr… klingelte es an der Tür. Die Schwiegermutter war gekommen – im Nachthemd, barfuß, ohne jede Scham im Gesicht.
„Ich konnte euch nicht erreichen und habe mir Sorgen gemacht“, sagte sie ganz ruhig und trat ein.
Jeden Tag rief sie um exakt 2:00 Uhr an. Wir waren verzweifelt, übermüdet und wütend – bis wir erfuhren, warum sie das tat.
Ich war außer mir vor Wut. Doch mein Mann versuchte weiter geduldig zu bleiben. Er liebte seine Mutter, auch wenn er zugeben musste, dass ihr Verhalten nicht normal war.
Das ging über eine Woche so. Wir fürchteten uns schon vor der Nacht. Wir baten sie aufzuhören, flehten sie an… doch es half nichts.

Einmal schrie ich sie sogar an – aber sie lächelte nur.
Und als wir dann endlich herausfanden, was hinter diesen Anrufen steckte, waren wir entsetzt.
An diesem Tag beschlossen wir, die Telefone wieder auszuschalten. Wir wollten wenigstens einmal richtig schlafen. Wir waren sicher, dass sie wieder vorbeikommen würde.
Doch in dieser Nacht kam sie nicht.
Wir waren überrascht – und sogar ein wenig erleichtert. Ich wachte morgens ausgeschlafen und glücklich auf.
Am Nachmittag beschlossen mein Mann und ich, sie zu besuchen. Vielleicht war sie beleidigt. Oder krank?
Als wir ihre Wohnungstür öffneten, schlug uns ein seltsamer Geruch entgegen…
Sie lag in ihrem Sessel – tot. Das Telefon in der Hand. Es war ausgeschaltet.

Der Todeszeitpunkt: etwa zwei Uhr nachts.
Und da traf uns die Erkenntnis wie ein Blitz:
Die Anrufe blieben aus, weil sie sie nicht mehr machen konnte.
Sie hatte Angst, allein zu sterben. Sie hatte es wohl gespürt – und wir waren blind dafür.
Geht immer ans Telefon, wenn eure Eltern anrufen. Vielleicht ist es das letzte Mal.
