Meine Tochter sagte plötzlich: „Papa, schick mich in ein Waisenhaus“: Zuerst dachte ich, es sei nur ein Scherz, bis mir klar wurde, warum meine Tochter so etwas sagte

Die Tochter sagte plötzlich: „Papa, gib mich ins Kinderheim.“
Zuerst dachte ich, das sei nur ein Scherz – bis ich verstand, warum sie das sagte.

Ich kam abends von einer Geschäftsreise zurück. Ich hatte das Zuhause, meine Frau und besonders meine Tochter sehr vermisst. Kaum betrat ich die Wohnung, stürzte sie sich mir sofort in die Arme.

Meine Tochter sagte plötzlich: „Papa, schick mich in ein Waisenhaus“: Zuerst dachte ich, es sei nur ein Scherz, bis mir klar wurde, warum meine Tochter so etwas sagte

Am Abend aßen wir alle zusammen zu Abend. Es war ruhig, warm und familiär.

Nach einer Stunde sagte meine Frau, sie müsse kurz zu einer Freundin gehen. Also blieb ich mit unserer Tochter allein.

Sie saß mir gegenüber, spielte mit der Gabel und stocherte im Essen herum. Dann sagte sie leise:

— Papa, gib mich ins Kinderheim.

Zuerst verstand ich gar nicht, was ich da gehört hatte.

— Was? — fragte ich lächelnd. — Ist das ein Witz? Hat Mama dich geärgert?

Sie schüttelte den Kopf.

— Nein.

Ich runzelte die Stirn.

— Warum willst du dann ins Kinderheim, Liebling?

Meine Tochter hob den Blick. In ihren Augen lag kein Scherz — nur Ernst, völlig untypisch für ihr Alter.

Ich dachte, es sei nur eine kindische Laune, doch ihre nächsten Worte ließen mir das Blut in den Adern gefrieren

— Weil dort meine Schwester ist.

Ich erstarrte.

— Welche Schwester? Du hast keine Schwester.

— Doch, Papa. Ich habe gehört, wie Mama telefoniert hat. Sie sagte, sie habe ihre Tochter ins Kinderheim gegeben, um sie vor uns zu verstecken. Sie ist dort ganz allein. Ich will bei ihr sein.

Ein Schauer lief mir über den Rücken. Mein Herz pochte bis in die Schläfen. Ich wusste nicht, was ich sagen, wie ich atmen oder überhaupt reagieren sollte.

Ich saß einfach da und starrte meine Tochter an, unfähig zu begreifen, was ich gerade gehört hatte.

Meine Tochter sagte plötzlich: „Papa, schick mich in ein Waisenhaus“: Zuerst dachte ich, es sei nur ein Scherz, bis mir klar wurde, warum meine Tochter so etwas sagte

Als meine Frau zurückkam, begegnete ich ihr an der Tür.

— Wir müssen reden — sagte ich leise.

Sie zog ihre Jacke aus, sah mich an — und verstand alles an meinem Gesichtsausdruck.

— Du… du weißt es?

Ich nickte. Sie setzte sich und schwieg lange, bevor sie schließlich in Tränen ausbrach.

— Ja, es stimmt — flüsterte sie. — Bevor ich dich kennenlernte, hatte ich schon eine Tochter. Ich war erst zwanzig. Der Vater des Kindes hatte mich verlassen, meine Eltern wandten sich von mir ab. Ich war allein. Ohne Geld, ohne Hilfe. Ich musste sie ins Kinderheim geben, damit sie wenigstens nicht hungert. Ich dachte, ich würde sie eines Tages zurückholen, aber das Leben lief anders. Dann lernte ich dich kennen, alles änderte sich… nur das Schuldgefühl blieb.

Ich stand schweigend da. In mir war alles durcheinander. Vor mir saß die Frau, die ich liebte und der ich am meisten vertraute — und nun lag ein tiefer Abgrund zwischen uns.

Nach einer Weile sagte ich leise:

— Wir werden sie finden.

Meine Tochter sagte plötzlich: „Papa, schick mich in ein Waisenhaus“: Zuerst dachte ich, es sei nur ein Scherz, bis mir klar wurde, warum meine Tochter so etwas sagte

Meine Frau sah mich ungläubig an.

— Wirklich?..

— Wirklich. Wenn deine Tochter noch lebt, dann haben wir noch eine Chance, alles wieder gutzumachen.

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